Grundkurs Geschichte (Michael Mauer)

Bild von Michael Mauer „Michael Mauer, Mauer, wie die Wand“
Jaja, der Geschichtsgrundkurs: wir waren alle froh, dass wir nicht in Dr. B´s Kurs gelandet waren, wo penibles Abfragen von unwichtigen Fakten (wie hieß noch gleich der Bote mit der Emser Depesche) und strenges Disziplinverhalten („Lass das, ich hass das“) auf uns gewartet hätten. Wir erwischten dagegen Michi Mauer, den Mann der mit Hilfe von Styling-Gel eine Antenne aus Haaren über seiner Stirn trägt. Stets quirlig, den Gang mit Bewegungen des rechten Arms unterstützend, betrat er das Klassenzimmer. Es ist jetzt Zeit zu sagen, dass die Verfasser des Artikels mit dem Unterricht und der Person Herrn Mauers sympathisieren und der Artikel
möglicherweise in den Augen mancher als zu positiv, zu einseitig erscheint. Wie dem auch sei: Michis Unterricht war interessant gehalten, das Einpauken von Fakten hielt er auf niedrigem Level. Er legte viel mehr Wert auf „einen roten Faden“, auf Verständnis, was er auch bei der Vorbereitung des mündlichen Abiturs immer wieder betonte.
Die Klausuren waren anspruchsvoll, jedoch konnten sie, dank der genialen Auswahl der Fragen, mit wenig Lernaufwand bewältigt werden. Eine Tatsache, um die uns der Parallelkurs (wir erinnern uns: Dr. B) beneidete. Michi weiß, dass Geschichte nicht das beliebteste Fach ist, so dass er versucht, sowohl seinen „Freaks“ als auch den Stundenabsitzern, weil Geschichte nun mal vier mal belegt werden muss, einen interessanten als auch erträglichen Unterricht zu halten.
Was immer wieder lustig war: Michi Mauer führte oft unterrichtszeitraubende Diskussionen mit Mao-Bibel-Besitzern, Roten Khmer, Marxisten, Trotzkisten, PLO´lern und RAF´lern aus der hinteren Reihe. Manchmal war es fast süß, wie er versuchte das linke, demagogische Gedankengut nachvollziehen zu können. Jedoch hielt er steif an seiner konservativen Schiene fest. Jaja, unser Michi und seine CSU, oder ist es die FDP. Diese Frage beschäftigt die Verfasser des Artikels seit Anfang der 12. Klasse. Sozi isser auf alle Fälle keiner.
Vielen Dank an Sie, Herr Mauer, für die zwei Jahre, danke für die Vorbereitung und die Fairness im Kolloquium und noch viel Spaß in ihrer sicherlich noch langen Schulkarriere (Bei den Sozi-Reformen müssen Sie bestimmt bis 75 arbeiten...). Und denken Sie an unsere Parole:
„Die RAF hat´s leider nur versäumt, es zu erklär´n wovon sie träumt, die Theorie war intellektuell und kompliziert“!

Janosch Priebe
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