Grundkurs Deutsch (Christiane Jenike)
Das war was, der Deutschgrundkurs bei unserer jung gebliebenen Jenny: auf alle Fälle ist Frau Jenike ein äußerst netter Mensch, der in seinen Fächern sicherlich auch was drauf hat. Irgendwie war´s aber komisch in unserem Kurs. Keiner konnte sich wirklich für Schiller, Eichendorff oder Hesse begeistern, obwohl Jenny keinesfalls eine lehrende Langweilerin ist: im Gegenteil. Sie bemühte sich sogar sehr, die Stunden mit Methoden aus dem Programm „EVA“ (eigenverantwortliches Arbeiten) zu bereichern und interessanter als Vorlesungsunterricht alá Uni zu halten. Gruppenarbeit, Expertenrunden, Marktplatz und vieles mehr lernten wir in den zwei Jahren kennen, obwohl der Autor der Artikels nicht verschweigen will, dass die Effizienz dieser von Frau Jenike so geliebten Methoden wohl von jedem Kursteilnehmer angezweifelt wurde. Auf gut Deutsch hielten wir Expertenrunden & Co. für einen ziemlichen Unsinn, zumal uns jegliche Motivation fehlte. Plus für Jenny: sie war nie nachtragend (im Gegenteil), wollte auch keinen hineinreiten. Nicht gemachte Hausaufgaben wurden erst bestraft, wenn die Schmerzgrenze wirklich überschritten war.
Ein weiteres Charakteristikum des Unterrichts war - Frau Jenike, das ist wirklich nicht böse gemeint -, dass es manchmal nicht ganz einfach war, unsere Kursleiterin ernst zu nehmen. Ihrem pädagogischen Auftrag kam sie mal autoritär („Jetzt wird ich sauer“), mal antiautoritär, geradezu anarchisch (J....., F......., geht, wenn ihr keinen Bock habt) nach. Außerdem konnte sie aus jeder Antwort, und war es noch so ein Unsinn, etwas richtiges herausfiltern, wodurch man sich manchmal schon verarscht vor kam. Man hatte das Gefühl, man könnte sagen, dass Schiller eine Frau war und Frau Jenike würde sagen: „Unter dem Aspekt XY hast du recht!“
Nichts für ungut an unsere Kursleiterin: alles in allem hatten wir zwei lockere, recht interessante und abwechslungsreiche Deutschjahre mit Ihnen. Die Klausuren waren sicherlich nicht übermäßig schwer, jedoch hätten wir uns vielleicht bei der einen oder anderen ein etwas bessere Vorbereitung gewünscht.
Janosch Priebe
Ein weiteres Charakteristikum des Unterrichts war - Frau Jenike, das ist wirklich nicht böse gemeint -, dass es manchmal nicht ganz einfach war, unsere Kursleiterin ernst zu nehmen. Ihrem pädagogischen Auftrag kam sie mal autoritär („Jetzt wird ich sauer“), mal antiautoritär, geradezu anarchisch (J....., F......., geht, wenn ihr keinen Bock habt) nach. Außerdem konnte sie aus jeder Antwort, und war es noch so ein Unsinn, etwas richtiges herausfiltern, wodurch man sich manchmal schon verarscht vor kam. Man hatte das Gefühl, man könnte sagen, dass Schiller eine Frau war und Frau Jenike würde sagen: „Unter dem Aspekt XY hast du recht!“
Nichts für ungut an unsere Kursleiterin: alles in allem hatten wir zwei lockere, recht interessante und abwechslungsreiche Deutschjahre mit Ihnen. Die Klausuren waren sicherlich nicht übermäßig schwer, jedoch hätten wir uns vielleicht bei der einen oder anderen ein etwas bessere Vorbereitung gewünscht.
Janosch Priebe

