Grundkurs Englisch (Ernst Veit)

Bild von Ernst Veit „The Duke of Orange (sprich: Orrrrändsch)“
Wir leben in einem vereinten und glücklichen Europa. Alle Menschen lieben Irland. Alle Menschen? - Nein. Eine kleine Gruppe wackerer Kämpfer in der schönen Stadt Kitzingen hasst Irland. Und schuld daran ist dieser Mann (siehe Foto).
Mit seinen ständigen Verweisen und Anekdoten in und um Irland herum malträtierte er seinen Kurs bis über die Schmerzgrenze hinaus. Er schaffte es zu nahezu jedem Thema eine mehr oder weniger konstruierte Verbindung zu einer Geschichte von ihm in Irland oder Irland im Allgemeinen herzustellen: Irlands Rolle im Spanischen Bürgerkrieg, Irlands Geschichte und Entwicklung, Irlands Whiskey, Irlands Whiskeyherstellung, Irlands Whiskeyverbrauch, Irlands Nationalflagge, Irlands Menschen, Irlands Speed-Dating, Irlands Verbindung zur chinesischen Mafia und deren Anschlag in der Mongolei (Kommentar von Martin: „Stimmt des wirklich?“), etc., etc.
So verwundert es nicht, dass insbesondere in den letzten Reihen des Kurses die Englisch-Stunden eher zum Entwickeln diverser Mordtheorien (Ersäufen in irischem Whiskey, Erschießen durch einen irischen Betrunkenen, Frittieren in „Kerry Gold Butter“...) verwendet wurden, als zum Lernen. Aufpassen hätte jedoch eh nichts gebracht, da der Unterricht den Namen „Unterricht“ nicht verdient hat. Diesem Niveau passte sich die Abi-Vorbereitung im Nu an. Das muss man Herrn Veit also lassen: Sein Unterricht war wenigstens konstant schlecht.
Ebenso die Schulaufgaben und deren Korrektur. Hierbei erfreute Herr Veit uns durch das Tränken unserer Arbeiten in blutroter Tinte, geschmückt mit aufmunternden Kommentaren in Schriftgröße 48, wie: „No!!! Certainly not!!“ . Beeindruckend war hierbei seine Fähigkeit, auch richtige Formulierungen dick durchzustreichen, wenn sie nur nicht seiner Musterlösung entsprachen.
Und um uns auch ja keine Möglichkeit zu gewähren, uns über die mündliche Note zu verbessern, entwickelte unser little Irish friend die ausgefeilte Taktik, innerhalb von 2 Stunden 2 Exen zu schreiben...
Interessant waren auch seine sehr wechselartigen Launen, die eher denen eines schwangeren irischen Kobolds, als denen eines rational denkenden Irens entsprachen. Mal honigsüß pfeifend mit der nächsten Irland-Anekdote in der Tasche, mal ohne ein Wort zu verlieren 1 ½ Stunden an der Tafel schreibend.
Alles in allem hört sich das genauso schlimm an, wie der Unterricht war. Danke trotzdem dafür, dass sie uns 2 Jahre unseres Lebens gekostet haben.
Zu guter Letzt unser Tipp der Stunde:
Öfter Luft holen beim Reden führt zu weniger Glubschaugen!
Wir sehen uns in der Hölle.

Matthias Brückner, Patrick,
Fakesch, Martin Fink,
Max-Jacob Ost, Frederic Schnitzler,
Bernhard Vielweber
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