Leistungskurs Mathematik (Werner Kurzmann)

Bild von Werner Kurzmann

Bericht der Schüler:

„Aaaahhh mei Schulder!“
Sprüche wie diesen bekamen wir aufgrund seines Schulterleidens (vom jahrzehntelangen Tafelwischen der Mathematiker) des Öfteren zu hören. Trotz diesen Leidens setzte er sich mit riesigem Elan für seine Schüler ein. Dies war gut an einigen Äußerungen wie „Schlamper“, „Schwätzer“ und „Raucher“ ersichtlich, mit denen er Störenfriede ahndete.
Ein großes Lob verdiente sich Ede durch die rasche Bewältigung der Stoffmenge. So konnte er den gesamten Stoff schon 3 bis 4 Monate vor dem Abitur abschließen und die restliche Zeit dafür verwenden, mit uns Abiaufgaben zu rechnen. Wegen der hohen Geschwindigkeit war der Unterricht zwar oftmals hart, aber rückblickend auch sehr lehrreich.
Unterstützt wurde die Vorbereitung durch eine große Menge von Übungsblättern, die wir parallel zum Unterricht als Hausaufgabe lösen sollten. So teilte er jede Stunde durchschnittlich 3 Blätter aus, welche er zum Großteil per Matrize vervielfältigte. Da er in den zwei Jahren an die 300 (!!) Blätter pro Schüler, d.h. bei 16 Schülern fast 5.000 Blätter, an den Mann brachte, ist zu erkennen, dass er sich nicht nur geistig, sondern auch körperlich in seinen letzten 2 Jahren sehr für uns verausgabte. Dafür gab es in jeder Doppelstunde eine 5-minütige Raucherpause („aber nur 5 Minuten heut, gell“), bei der er aber nie selbst zum Glimmstängel griff. Nach Prüfungen, bei denen er immer mit den Schüler mitlitt, genehmigte er sich jedoch auch öfter mal eine Kippe.
Im Unterricht glänzte er ständig mit hervorragender Fachkompetenz und Interesse an der Mathematik, was aber auch gelegentlich von Verplantheitsattacken überschattet wurde. Diese nahmen gegen Ende der Unterrichtszeit wegen übermäßigen Stresses zu, führten aber zur weiteren Auflockerung des Unterrichtsgeschehens. Bemerkenswert dabei ist, dass Ede auch mal über sich selbst lachen kann, was nicht von vielen Lehrern der älteren Generation zu sagen ist.
Auch in der Freizeit war er immer für ein Treffen mit dem Kurs zu haben. Meist drängte er uns sogar zu solchen, um mit uns eine weitere Runde Glücksspiele zu veranstalten. Natürlich waren dabei die einzelnen Wahrscheinlichkeiten exakt auszurechnen, was wiederum die Verbindung zur Mathematik herstellte. Nach zwei Bier ließ bei uns diese Fähigkeit allerdings etwas nach. Bemerkenswert ist hierbei auch seine Einstellung zu Lotto 6 aus 49, bei dem er zwar regelmäßig mitspielt, sich aber über den niedrigen Erwartungswert stets im klaren ist (und sich auch etwas darüber ärgert).
Eine weitere Beschäftigung in seiner Freizeit ist sein Engagement für den Fußball als Hobbykicker bzw. Halbprofi beim Alt-Herren-Verein FC Palme. Sportlich zeigt er sich auch im Winter aktiv, da er sowohl den Skikurs oftmals mitgestaltete, als auch selbst den Spaß in den Bergen sucht. Nach solchen Aktionen war er immer braun gebrannt wie ein Sunnyboy, yeah.
Auch die St. Petersburgfahrt gestaltete er aktiv mit. Als Beispiel soll hier der Besuch der Heinekenbrauerei genannt werden, bei der er das ein oder andere Bier zu viel getrunken hat (Zitat zu St. Petersburg in der Brauerei: „Schneit’s hier im Winter auch?“). Aus der Brauerei schwankend, suchte er sofort den Kontakt zu einer hübschen Russin.
Insgesamt gesehen war jede Unternehmung mit Shorty ein voller Erfolg mit viel Spaß für alle Beteiligten.
So können wir beruhigt sagen, dass wir großes Glück hatten, als letzter Jahrgang den legendären Werner Kurzmann (alias Kerner Wurzmann) im Leistungskurs Mathematik als Leiter zu haben.

Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Spaß und Erfolg im wohlverdienten Ruhestand. Bleiben Sie auch künftig Ihrer Mathematik treu, denn wir wissen ja wie viel Spaß es Ihnen immer gemacht hat, uns mathematische Probleme ohne Achtung der germanistischen Regeln näher zu bringen. („Die Germanisten hocken da drüben!“)

Vielen Dank und ein sehr großes Lob an Sie, lieber Ede, für zwei tolle Jahre Mathe-LK!


Matthias Brückner, Patrick Fakesch,
Martin Fink, Johannes Kraus



P.S.: Es hat uns etwas entäuscht, dass Sie sich nicht bereit erklährt haben, einen Bericht über unseren Kurs zu schreiben - aber wir wissen ja: Mathematiker haben‘s nicht so mit Worten

Bericht des Lehrers/Lehrerin:

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