Leistungskurs Erdkunde (Rudolf Vay)

Bild von Rudolf Vay

Bericht der Schüler:

„Mensch Leuuuuud“
Zu Beginn des 12. Jahrgangs machten sich 13 abenteuerlustige Geographen, absolut nichtswissend aus den vergangenen 7 Jahren, mit ihrem Reiseleiter Herrn Vay auf, eine einzigartige Weltreise zu unternehmen. Wir starteten in der Megalopolis Kitzingen, nahe des Äquators, mitten in den Warmtropen. Die borealen Nadelwälder und vor allem der Permafrostboden machten uns seit Jahren schon zu schaffen und so drangen wir endlich in wärmere Gefilde vor.
Nach einem kreuzenden Durchzug durch Europa und auf der Suche nach einem Seeweg der uns nach Indien führen sollte, landeten wir einige Zeit nach 1492 ( das Jahr an dem nicht nur Amerika entdeckt wurde, sondern auch die Herrschaft der Mauren endete) auf dem nordamerikanischen Kontinent. Wir taten es den französischen Siedlern gleich und nutzten den St. Lorenz Strom um tiefer ins Landesinnere vorzudringen. Irgendwann erreichten wir die Great Plains und stellten fest, dass uns unser Trinkwasser langsam ausging und ein längerer Aufenthalt, v.a. am 100. Längenkreis (Niederschlagsvariabilität!) wohl den sicheren Tod bedeuten würde. Also machten wir uns mit letzter Kraft auf, die Great Plains unter höchsten Gefahren (Tornados, Blizzards, Northers,...) zu durchqueren. Mittlerweile war es Winter geworden und wir konnten ohne große Probleme von Alaska aus über die zugefrorene Bering Strasse nach Sibirien gelangen.
Dort angekommen, versanken unsere gesamten Lebensmittelvorräte in den sommerlichen Moorböden der Tundra. Daher beschlossen wir Getreide anzubauen um nicht auch noch den Hungertod sterben zu müssen. Da das Thema „Böden“ allerdings erst im 4. Semester angesprochen wurde, wussten wir zu dieser Zeit noch nicht, dass in Sibirien extrem schlechte Anbaubedingungen herrschen. Folglich hieß es weiterhungern, da es zu keiner Ernte kam. Mit allerletzter Kraft und genervt vom gesamten Russland erreichten wir schließlich die Kornkammer der Ukraine, wo wir unbemerkt ein paar Säcke hochwertigen Getreides, M&Ms sowie Schokolade mitgehen lassen konnten, um unsere 3 Vielfraße Mäx, Toby und Bernhard zu sättigen, die jede Stunde mindestens eine Jumbopackung Leckereien dabei hatten.
Schlecht gelaunt wegen der extremen Kälte und der hohen Kontinentalität, sowie die gesunkenen Begeisterung am Fach Erdkunde erschwerte uns den weiteren Weg. Dennoch ermutigte uns Herr Vay immer wieder mit seinem belebendem und erfrischendem „Ach Leuuud!“ wodurch wir uns erneut motiviert auf den Weg Richtung Tropen machen konnten
In der Sahara schlossen wir uns kurzerhand unauffällig einem Nomadenstamm an. Nachdem wir die Gegebenheiten des afrikanischen Kontinents erforscht hatten, drehten wir nach links, ääähh Westen, ab und erreichten, getragen vom Südost-Passat den südamerikanischen Urwald. Wo einst ein grünes Meer dem Menschen das Eindringen und Erforschen unmöglich machte, erwartete uns ein stetig abnehmender Urwald, der mit Hilfe von Mykorrhizzen und der Geheimwaffe der Kationenaustauschkapazität versuchte dem Menschen die Herrschaft streitig zu machen - ohne Erfolg!
In den letzten Monaten unserer Reise gingen wir zum Thema Ökologie über, wobei wir unter anderem über Friedhofsböden sprachen und es zu einer hitzigen Diskussion über Rendzinen kam. Anschließend besuchten wir die Pinguine in der Antarktis und erfuhren von ihnen allerlei über das Ozonloch.
Durchgefroren und im Innersten erschüttert über die Schlechtigkeit der Welt, beschlossen wir, die Reise hier zu beenden und so kehrten wir mit vielerlei Erkenntnissen und Erfahrungen zurück: Desertifikation, Wasserarmut und Bevölkerungswachstum werden auch die weitere Entwicklung der Erde hemmen.
Was unbedingt noch erwähnt werden muss ist, dass wir mit weitem Abstand der Kurs mit den meisten Referaten waren, was für uns jedoch wegen der äußerst fairen Bewertung meist positiv war. Allerdings dauerten 95% der Referate, 100% länger als geplant, da unser Kursleiter sein umfangreiches Fachwissen ständig zum Besten geben musste.
Des Weiteren denken wir mit Freude an unsere Exkursion, die uns den Kitzinger Landkreis näher brachte sowie an unsere beiden tollen Kurstreffen zurück. An dieser Stellen möchten wir uns auch noch bei Frau Vay bedanken, die uns vor weiterem Lernstress bei der Abivorbereitung im Hause Vay bewahrte und wir somit zum gemütlichen Teil übergehen konnten.
Wir danken unserem sehr netten und umgänglichen Reiseleiter Herrn Vay für die von enormem Sachverstand geprägte Reiseleitung.

P.S. Nach 2 Jahren Erdkunde LK wissen wir endlich, dass Kitzingen wohl doch nicht in den Tropen liegt.
P.P.S Damit sie es nicht erst von ihrem nächsten LK erfahren müssen :-) ... Im Jahr 2080 werden ca. 630 Millionen Menschen an den Küsten von einem Meeresspiegelanstieg betroffen sein.

Bericht des Lehrers/Lehrerin:

Zurück


 Autologin?
Shoutbox anzeigen